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Außerordentliche Mitgliederversammlung 28.10.2011
Bei der letzten Generalversammlung im April gab der Vorstandsvor-sitzende Martin Mutter bekannt, dass er nicht erneut für das Amt zur Verfügung stehe. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch kein Nachfolger in Sicht und so musste Martin satzungsgemäß noch ein Jahr lang die Undine zu steuern.
Hinter den Kulissen wurde laut und leise überlegt, gefragt und diskutiert, mit dem Ergebnis, dass sich Lutz Reichelt in der vergangenen Ausgabe unseres Vereinsheftchens als Kandidat vorstellte. Daraufhin wurde die außerordentliche Mitglieder-versammlung für den 28.11. einberufen.
Die angeregten Gespräche in der leicht elektrisierten Atmosphäre konnten nur durch mehrfaches Klopfen an Gläser beendet werden.
Die ersten Formalitäten waren schnell erledigt und richtig begonnen hat die Versammlung dann mit einer Ansprache unseres Ehrvorsitzenden Herbert Esser.
Er würdigte die vergangene, zwölfeinhalb Jahre währende Ära, in der Martin Mutter uns ein Vorsitzender mit Herz gewesen sei. Die Undine sei einer der mitgliederstärksten Vereine Baden-Württembergs, was jedoch seine zwei Seiten habe: Zum einen sind die Beiträge vieler Mitglieder wichtig, um die rennruderischen, breitensportlichen und gesellschaftlichen Komponenten des Vereins bedienen zu können. Zum anderen sei der Verein aber auch ein wenig zum Fitness-Club degradiert, in dem noch konsumiert, aber nicht mehr teilgenommen werde.
Die anwesenden Mitglieder konnten auf Antrag von Herbert Esser, Martin Mutter guten Gewissens, aber mit Bedauern, entlasten.
Auch Martin Mutter hatte noch einmal kurz über das vergangene halbe Jahr berichtet und nahm Stellung zur Kandidatur von Lutz Reichelt, sowie der Kandidatur von Thomas Reles, die kurz vor der Versammlung jedoch zurückgezogen wurde.
Manfred Grahammer stellte sich als Wahlleiter zur Verfügung und so konnte sich endlich der Kandidat persönlich vorstellen.
Eckpunkte seiner Antrittsrede:
„Es gibt eine gute Basis in der Undine, jedoch auch einige Punkte, wo es ganz klar Nachholbedarf gibt. Dazu zählen für mich das Wanderrudern, die Strukturierung des Breitensports und auch das Thema Geselligkeit für die gesamte Undine-Gemeinschaft.
Ich stehe dafür, dass jede Gruppe im Verein, Junge wie Ältere, Breitensportler, Rennruderer, aber auch passive Mitglieder, sich wohl fühlt und ihren Platz findet.
Ich wünsche mir eine offene Kommunikation und freue mich auf viele persönliche Gespräche, Rückmeldungen und Anregungen. Ich möchte den Austausch mit anderen Vereinen fördern und alte und neue Verbindungen pflegen.
Grundsätzlich müssen wir Antworten auf einen neuen Zeitgeist finden. Undine nur noch als Fitnessclub? Ich denke nein. Wichtig erscheint mir, dass wir alle zusammen ein gemeinsames Programm entwickeln und das dann auch aktiv gestalten.“
Im Anschluss an die Vorstellung des Kandidaten wurde gewählt.
126 wahlberechtig-te Mitglieder hatten ihre Stimme abgegeben. Lutz Reichelt erhielt 85 Stimmen und nahm die Wahl an.
Lutz Reichelts erste Amtshandlung an diesem Abend war dann noch der Tages-ordnungspunkt „Anträge und Verschiedenes“. Es lagen Anträge vor zur Beschaf-fung eines neuen Trimmis (Nudeln) und eines slip-fähigen Wagens, um speziell die Gig-Einer leichter ins Wasser zu lassen. Auch wenn dies kein Antrag war, den eine Mitgliederversammlung entscheidet, konnte der Vorstand bestätigen, dass diese angeschafft werden, wenn die Kassenlage es zulässt.
Lutz Reichelt erinnerte an den Saison-Abschluss-Abend am 03.12., der dieses Jahr kein „Festlicher Abend“ wird, sondern ein „Rudersportabend“. Der zwar mit weniger aufwendigem Essen, aber mit einigen Überraschungen, ein breiteres Publikum anziehen soll.
Wichtig war, wie jeden Winter, der Hinweis, dass die Vogelschutzzonen keinesfalls mit den Ruderbooten angefahren werden dürfen und größere Ansammlungen von Vögeln mitten auf dem See zu umfahren sind.
/J. Rentz/



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