Wordcup München 28/29.05.11 - Kristof Wilke auf Schlag – Achter Sieg – England ohne Chance
Auch wenn wir heute einen nicht so guten Tag erwischt hätten, wären wir wohl vorne gewesen.“ Bundestrainer Ralf Holtmeyer war glücklich und zufrieden. Denn seine Mannschaft im seit über zwei Jahren ungeschlagenen Deutschland-Achter hat dem Weltcup in München wieder einmal den Stempel aufgedrückt. Der souveräne Start-Ziel-Sieg vor Großbritannien war nie in Gefahr.
Nach einem nahezu perfekten Start und beeindruckendem Streckenschlag auf dem Mittelabschnitt lag das deutsche Ruder-Flaggschiff noch 500 Meter vor dem Ziel mit einer Länge in Führung. Erst dann – viel zu spät – kam der Angriff der Engländer, die schon im Vorlauf den Kürzeren gegen die Mannschaft vom Dortmund-Ems-Kanal gezogen hatten. Holtmeyer: „Die Briten wirkten etwas gehemmt, aber für Olympia 2012 in London sind sie für mich nach wie vor die Favoriten.“
In München aber diktierte das deutsche Ausnahmeboot das Geschehen. „Es hat großen Spaß gemacht. Und ich wäre jetzt genauso zufrieden, wenn ich im Bug gesessen hätte“, sagte Kristof Wilke, der erstmals bei einem Weltcup die Position des Schlagmanns übernommen hatte.
Egal in welcher Besetzung - der Deutschland-Achter schwimmt weiter auf der Erfolgswelle ganz oben. Mit den beiden Neuen an Bord, Andreas Kuffner und Eric Johannesen. Aber beim nächsten Weltcup in Hamburg Mitte Juni wird Holtmeyer wie angekündigt eine neue Kombination testen. Dann werden Richard Schmidt, Wilke, Kuffner und Johannesen im Vierer starten, dafür wechseln Sebastian Schmidt, Maximilian Reinelt, Florian Eichner und René Bertram in den Achter. „Wichtig ist im vorolympischen Jahr, dass wir einen großen Kaderkreis haben“, sagte Holtmeyer und fügte hinzu: „Wir wollen den Achter, Vierer und Zweier ohne für Olympia qualifizieren. Wichtig ist, dass wir jetzt auf eine Breite setzen, um bei Olympia auch eine Spitze zu haben.“
29.05.11 I von Carsten Oberhagemann

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