Worldcup II Hamburg - 17/19.06.2011 - Souveräner Start-Zielsieg für den Vierer ohne Steuermann mit Kristof Wilke am Schlag beim Weltcup in Hamburg

Kristof Wilke (am Schlag), Richard Schmidt, Andreas Kuffner, Eric Johannesen

Ergebnis Vierer ohne Stm.: 1. Deutschland (Eric Johannesen, Andreas Kuffner, Richard Schmidt, Kristof Wilke 5:56,54 Minuten, 2. Neuseeland: 5:57,97, 3. Weißrussland 5:59,82, 4. China1: 6:03,16, 5. Tschechische Republik 6:06,83, 6. Argentinien 6:12,15.
19.06.11 von Carsten Oberhagemann:
„Wir haben einen sehr guten Lauf und eine hohe Stabilität in der Mannschaft. Zwölf bis 14 Athleten haben eine gute Ausgangsposition“, sagte ein zufriedener Bundestrainer Ralf Holtmeyer gut 13 Monate vor dem großen Ziel, den Olympischen Spielen in London. Bis dahin will er nach dem Achter auch den Vierer in der absoluten Weltspitze etablieren. Holtmeyer: „Beide Boote sollen sich so stark entwickeln, dass sie eine Chance haben, um die olympischen Medaillen mitzufahren.“
Im Vergleich zum Weltcup-Auftaktsieg in München hatte der Bundestrainer bei der Besetzung der Rollsitze im Achter und Vierer das Rotationsprinzip walten lassen. Vier Plätze wurden ausgetauscht, wobei Sebastian Schmidt wie bei den vergangenen zwei WM-Titelgewinnen wieder den Achter-Schlagplatz einnahm. „Das hat sehr gut getan und wir sind auch sehr zufrieden, obwohl wir mit dem englischen Achter einen besseren Maßstab gehabt hätten“, sagte Schmidt. Der gesamte britische Ruderverband hatte aufgrund der EHEC-Epidemie in Norddeutschland auf einen Start verzichtet. Zufrieden war auch Steuermann Martin Sauer: „Wir haben uns früh abgesetzt. Dafür braucht man Mut und Kraft. Die Jungs haben einen super Job gemacht.“
Der Vierer ohne Steuermann mit Kristof Wilke auf der Schlagposition setzte sich souverän und mit einer knappen Länge gegen den WM-Dritten von 2010, Neuseeland, durch. „Nach nur einer Woche gemeinsamen Trainings haben wir das Maximum rausgeholt, wobei der seitliche Schiebewind heute ein weiterer harter Gegner war. Das Steuern war meine Hauptbeschäftigung“, meinte Wilke.
Zwei starke Leistungen, die den Trainer vor eine schwierige Entscheidung stellen. Ralf Holtmeyer muss nun die Bootsbesetzungen für den dritten Weltcup auf dem Luzerner Rotsee und zuvor die Henley Royal Regatta festlegen. Holtmeyer: „Wir haben noch eine Sitzung im Trainerrat und melden dann für Luzern.  |